B-DNA-Doppelhelix |
| Alexa1 | 2009-07-06 21:23:31 |
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Beitrag #1 | Hallo, ich bin neu hier und habe da so ein paar Fragen, welche ich mir einfach nicht so ganz erklären kann. Meine Kommolitonin und ich sind nicht so bewandert und für euch ist dies sicherlich leicht zu beantworten. Ich hoffe ihr könnt mir helfen. Also nun zu meiner bzw. unseren Fragen:
1. warum dreht sich die B-DNA (Doppelhelix) rechtsrum und wie eine Wendeltreppe ein und
2. wie entstehen die einmal breite und dann wiederum die schmale Furche in der Doppelhelix?
3. Was mir auch noch etwaige Schwierigkeiten bereitet ist, das der komplementäre Strang der Doppelhelix (3' oben und unten 5' (sprich 5 strich) hat bzw. der codogene Strang (genau gegenteilig ist).
Vielleicht kanns mir/uns jemand richtig leicht und verständlich erklären, bitte bitte. Haben nämlich schon bald mündliche Klausur und will das verstehen.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen! Wäre suuuper nett!!!!
Danke!!!
Alexa | | acribio | 2009-07-07 13:54:04 |
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Beitrag #2 | Hallo Alexa,
warum sich die B-DNA rechtsherum dreht, das sind wohl die Gegebenheiten der Moleküle, die sterischen Gegebenheiten der chiralen Desoxiribose-Zuckereinheiten.
Nebenbei, es gibt auch linksläufige DNA-Helizes, nämlich die seltene Z-DNA, die bei sich die glykosidischen Bindungen umorientieren. Dabei nimmt das Zucker-Phoshpdiester-Rückrat eine Zick-Zack-Form an, deshalb Z-DNA.
| | acribio | 2009-07-07 14:04:57 |
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Beitrag #3 | Die Wendeltreppe:
- ergibt sich aus folgenden Gegebenheiten:
1. alle Basen sind planare, ebene,oder einfach flache Moleküle, die ein Pi-Elektronensystem haben.
2. Die Basenpaarungen sind maximal, wenn die zwei paarenden Basen in der gleichen Ebene nähern (Winkel: 0 Grad).
3. In der Helix ist es nun so, dass die Basen genau senkrecht (90 Grad) zur Zentralachse angewinkelt sind. Daraus ergibt sich die Wendeltreppenstruktur.
Das ist aber nicht zwingend so! Es gibt z. B. noch eine weitere Form der DNA - die
A-DNA:
Die A-DNA ist erst später aufgeklärt worden. Die B-Form wandelt sich in die A-Form bei Abnahme des Wassergehalts um. Die Ebenen der Basenpaarungen sind hierbei 70 ° (Grad) zur Zentralachse verschoben.
Die A-Form ist noch kompakter als die B-Form und hat KEINE Wendeltreppenstruktur.
| | acribio | 2009-07-07 14:14:35 |
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Beitrag #4 | Warum gibt es jetzt eine große und kleine Furche??
Ja diese Frage ist tatsächlich nicht so anschaulich zu beantworten.
Man stellt sich diese DNA immer als verdrillten Papierstreifen vor, aber das wird der Sache nicht gerecht.
Denn: Die Basen stehen sich nicht exakt gegenüber!
Wenn sich zwei Basen paaren, dann stehen sich die zwei Zucker-Einheiten, welche ja "außen" liegen, NICHT exakt 180° gegenüber.
Dieser Winkel ist um ca. 33° verschoben. Zucker-Base···Base-Zucker bilden quasi ein "Dach" mit 30° Winkel und KEINE Linie.
Wenn man sich jetzt vorstellt, dass du Eisenwinkel von 33° zu einem Stapel türmst und diese dann zu einer Spirale drehst...
DANN entsteht tatsächlich eine große und kleine Furche in der Spirale.
| | acribio | 2009-07-07 14:37:44 |
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Beitrag #5 | Zur Frage 3:
Das scheint mir einfach eine Gegebenheit der Natur, die extrem vereinfacht und deshalb für mich "natürlicher" ist. Dass das Zucker-Rückrat auf der komplementären Seite rückläufig ist, vereinfacht manches. Es ermöglicht, die selben Enzyme in Vorwärts und Rückwärtsrichtung am DNA-Strang entlanglaufen zu lassen (z.B.). In Dem was du dir vorstellst wäre der komplementäre Strang rechtsgängig ! (Soviel Chiralität ist schwer vorstellbar)
Ich versuche deine Vorstellung mal zu formulieren:
Die DNA baut sich folgendermaßen zusammen: Man nimmt ein Zuckerrückrat 3'-5' und bastelt die Basensequenz daran. Für den Gegenstrang nimmt man wieder ein ähnliches Zuckerrückrat (3'-5') und bastelt die komplementären Basen daran. Diese Sequenz müsste dann hybridisieren und eine Helix ergeben. Diese Vorstellung ist aber falsch! Besser ist:
Man nimmt EINEN Zuckerrückrat (3'-5') an dem man seine Basenssequenz heftet. Dann nimmt man die komplementäre Basensequenz und zwar von hinten, also die letzte Komlpementärbase zuerst. Diese heftet man dann an den GLEICHEN Desoxi-Ribosestrang HINTER die erste. JETZT können die beiden Sequenzen hybridisieren, indem der Zuckerstrang eine kleine Schleife bildet und auf der anderen Seite wieder zurückläuft. Das sieht dann wie ein verdrilltes Gummiband aus.
| | Alexa1 | 2009-07-12 17:19:16 |
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Beitrag #6 | Lieber acribio,
vielen lieben Dank für deine schnelle Beantwortung. Am Dienstag haben wir die mündliche Klausur und ich glaube, dass ich das soweit verstanden habe ;-)))) Falls mir noch was unklar ist, hoffe ich, dass ich nochmal auf dich zukommen kann (wäre nett).
Vielleicht kann ich dir ja auch mal helfen!!!
Gaaanz liebe Grüße,
Alexandra
Ps.: Danke nochmal! | | Beiträge 1 bis 6 von 6 angezeigt. |